6 Esel und 7 Mühlen - Mit Eselsgeduld über Eselsbrücken wandern

 


Birgit Chalcraft
Kastlingeredt 7, 4722 Peuerbach
Eselgarten: 4724 Oberaubach 5
birgit.chalcraft@gmx.at
0664 73411515

Wir sind übersiedelt!

Wanderungen wieder jederzeit nach vorheriger Terminvereinbarung möglich!

Unsere Goldesel

Unsere Esel heißen Easy, Mizzi, Poldi, Cindy, Justus und Fridolin.

Manche Leute meinen, dass Esel einfach so etwas wie kleine Pferde mit langen Ohren sind. Dabei gibt es viele Unterschiede zwischen den beiden. 

Das Pferd zieht, bis die Karre im Dreck steckt - und wird für seinen Fleiß belohnt. Der Esel hält rechtzeitig an - und wird für seine Faulheit bestraft. 

In Stresssituationen neigen Pferde zur Flucht, Esel bleiben jedoch oft wie angewurzelt stehen. Wenn man sie dann anschreit oder schlägt, verstärkt sich diese Starre noch. Das brachte dem Esel den Ruf ein, stur zu sein.

Esel wurden viel früher als Pferde domestiziert und waren das erste dem Menschen zur Verfügung stehende Lasttier. Nach Europa kamen sie vor etwa 3000 Jahren.

Es gibt viele Märchen und Geschichten, in den Esel vorkommen. Kleopatra badete gern in Eselsmilch. Dass Esel auch klug sein können, beweist das Märchen der Bremer Stadtmusikanten. In Jesus' Leben spielen Esel eine tragende Rolle. Und bis in die 1950er Jahre waren viele Briefträger in England mit dem Esel unterwegs.

Esel leben länger als Pferde, sie können 40 Jahre alt werden. Eselfohlen sind gleich nach der Geburt lebhaft, verspielt und sehr gesellig. 
Der für uns Menschen traurig wirkende Blick hat nichts mit ihrem Gemütszustand zu tun. Esel sind fröhliche Tiere.

Esel sind sehr wasserscheu und weigern sich beharrlich, auch kleinste Wasserläufe zu durchwaten, denn ein Esel kann durch die spiegelnde Wasseroberfläche nicht erkennen, wie tief der Bach ist, und das bereitet ihm Stress. Daher baute man ihnen kleine Brücken, die sogenannten „Eselsbrücken“. Die sprichwörtliche Eselsbrücke ist somit ein Umweg oder besonderer Aufwand, der dennoch schneller – oder überhaupt erst – zum Ziel führt.

Lerne uns kennen

Easy

Die lebensfrohe und neugierige Easy, die dominante Stute in unserer kleinen Herde, die sich vor nichts und niemandem fürchtet und gerne einen Wagen voller Kinder zieht.

Poldi

Der langsame und gemütliche Poldi, den nichts aus der Ruhe bringt und der sich beim Spazierengehen kaum vom Gras am Wegrand trennen kann, dafür aber geduldig müde Kinder auf seinem  Rücken trägt.

Cindy

Die schüchterne und vorsichtige Cindy, die sich nicht gerne zwingen lässt und der alle möglichen und unmöglichen Dinge Angst einjagen: Kanaldeckel, Radfahrer, ihr eigener Schatten, das Rascheln der Bäume im Wind, ... 

Justus

Der kinderliebe und ruhige Justus, der überall dabeisein will und es gar nicht aushält, wenn man ihn allein zurück lässt. 

Fridolin

Der anhängliche Fridolin,  der gerne Cindys Nähe sucht und beim Wandern immer einen anderen Esel vor sich braucht, damit er sich zum Gehen entschließt. 

Mizzi

Die wilde und stürmische Mizzi, Easys Fohlen und die jüngste im Bunde, die auf dem Foto lammfromm wirkt, obwohl sie es sonst faustdick hinter den Ohren hat.

Über Stock und Stein

Naturschauspiel

6 Esel & 7 Mühlen


Seite an Seite mit sechs Eseln wandern wir durch das wildromantische Tal der sieben Mühlen zum Naturschutzgebiet Koaserin.  Unsere Begleiter, die Esel, sind ausdauernde und lebensfrohe Tiere. Wenn wir uns an ihr Tempo und ihre Art die Welt wahrzunehmen anpassen, erleben wir die Natur mit allen Sinnen. Wir hören das Rauschen der Blätter im Wind, das Plätschern des Baches, fühlen das Knacken morscher Äste unter unseren Hufen, pardon Füßen, spüren die Wärme der Sonne auf der Haut und riechen die Düfte des Waldes. Der Esel fördert unsere Wahrnehmung, fordert uns aber auch heraus. Mit Geduld und Humor finden wir nicht nur einen Schlüssel zur Natur, sondern auch zu uns selber.
Während Birgit sich mit Eseln auskennt, begeistert Teampartnerin Edith mit ihrem Wissen über Kräuter und andere Geheimnisse der Natur. 
Brennholz für ein Lagerfeuer, Zutaten für ein Picknick oder müde gewordene Kinder trägt Esel Poldi geduldig auf seinem Rücken mit. 

Treffpunkt:

Birgits Eselgarten, 4724 Oberaubach 5


Ausrüstung:

Geschlossene Wanderschuhe (auch bei Schönwetter keine Sandalen), wetterfeste Kleidung, Trinkflasche, Jause für ein Picknick

Besondere Hinweise:

Hunde sind erlaubt, jedoch nur an der Leine, denn die Esel sehen den Hund, der ja vom Wolf abstammt, als Bedrohung.
Jeder Tag und jede Jahreszeit sind für diese Tour geeignet. Da der Esel ein Wüstentier ist, ist sein Fell jedoch nicht für Dauerregen gemacht, sodass die Wanderung bei anhaltendem Schlechtwetter nicht stattfinden kann.
Die Dauer des Angebotes umfasst drei Stunden, kann aber gerne - wenn erwünscht - in Absprache mit den NaturvermittlerInnen auf einen ganzen Tag ausgeweitet werden.

Preise:

Erwachsene: 14.00 €
Kinder (bis 14 Jahre): 7.00 €


Schulklasse: 5.00 €/Kind
zwei erwachsene Begleitpersonen frei

Der Esel als Wegbegleiter


Der Esel 

  • lässt sich nicht von sozialem Status, akademischen Titeln oder theoretischem Wissen beeindrucken. Ob jemand einen Smoking oder einen Jutesack trägt, ist ihm gleich.
  • ist (fast) unbestechlich und hat einen festen Charakter. 
  • ist intelligent und reagiert auf kleine Signale sofort.
  • fordert Klarheit und Präsenz. 
  • zwingt uns durch seine vermeintliche Sturheit, uns auf uns selbst und ihn einzulassen, neue Blickwinkel einzunehmen, unser Vorhaben zu überdenken, eine alternative Lösung zu finden. 


Will man mit dem Esel zusammenarbeiten, erfordert dies von uns Menschen Ausdauer, Geduld, Ruhe, Gelassenheit, Selbstsicherheit, Achtsamkeit, eindeutige Signale und stressfreie Kommunikation. 

Die ungewohnte Situation in der Zusammenarbeit mit dem Esel bringt eingefahrene Verhaltensmuster ans Tageslicht und bietet eine sofortige Reflexionsmöglichkeit. 

Eseltrekking - eine moderne Erfindung?

In vielen Ländern dieser Erde ziehen Nomaden mit ihren Viehherden auf der Suche nach Weideflächen über das Land oder mit ihren Kamelen durch die Wüste. Schon Kinder werden als Viehhirten eingesetzt.

Noch bis vor wenigen Generationen war es auch in unserem Kulturkreis üblich, Schweine, Ziegen, Schafe oder Kühe über weite Strecken auf den Markt zu treiben.  Unsere Vorfahren spannten Ochsen oder Pferde vor den Pflug, Esel trugen ihre Lasten und Schweine wurden zur Eichelmast in den Wald getrieben. Unser alter Nachbar erzählte uns, wie er als Bub mit einer Kuh mehrere Kilometer zu einem anderen Bauern wandern musste, der einen Zuchtstier besaß. Auch der  Almauf- und abtrieb ist heute noch genauso Teil der bäuerlichen Kultur in den Alpen wie eh und je.

Wanderungen mit Tieren sind daher keine moderne Erfindung zu therapeutischen oder pädagogischen Zwecken, sondern gehörten immer schon zum Alltag dazu. Davon zeugen auch alte Volksmärchen wie "Hans im Glück“, "Tischlein deck dich" oder die Geschichten von Heidi und dem Ziegenpeter.

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